Reisen macht glücklich... sagt auch die Wissenschaft.
Wir haben es Alle wahrscheinlich intuitiv gewusst, Reisen schenkt uns nicht nur unvergessliche Erinnerungen, sondern steigert auch unser Wohlbefinden. Wissenschaftler der Universität Cornell haben herausgefunden, dass bereits die Vorfreude auf eine Reise unser Glücksgefühl deutlich steigert, sogar mehr als die Freude bei Kauf materieller Güter.
Aber nicht nur die Vorfreude erzeugt diese besonderen Gefühle. Während der Reise erleben wir intensive Glücksmomente, die unser Gehirn für immer abspeichert, weil Alles um uns herum so herrlich anders ist, als unser Alltag. Diese Erinnerungen begleiten uns daher ein Leben lang. Ich habe mal in einem anderen Blog dazu eine wunderschöne Aussage gefunden:
"Momente vergehen, doch Erinnerungen bleiben für immer. Unsere Erinnerungen, das ist dann unser Leben."
Die genannte Uni hat auch festgestellt, dass Erlebnisse wie Reisen zu unserer Identität beitragen. Sie sind quasi Teil unserer Geschichte und prägen uns. Während materielle Dinge veralten, bleiben Erinnerungen an eine Wanderung, ein Sonnenuntergang am Strand oder eine Safari in Afrika für immer in unseren Herzen.
Natürlich muss es nicht die Safari sein oder die Malediven, um den Zauber des Reisens zu erleben. Ein Wochenendausflug in die Berge, ein Spaziergang durch einen herrlichen Wald oder eine Fahrradtour durch idyllische Dörfer können ebenso bereichernd sein wie eine Fernreise. Der Vorteil von solchen Mikro-Abenteuern ist, dass sie eine spontane Möglichkeit sind, den stressigen Alltag hinter sich zu lassen und zudem meist erschwinglich sind.
Reisen gibt es nicht auf Rezept als Medizin für unsere Seele. Somit ist das Wort "erschwinglich" selbstverständlich für die meisten von uns ein Thema. Trotzdem gilt: Das Allerschönste, was man mit seinem Geld anstellen kann, ist damit Erinnerungen zu schaffen... auch mit "kleinem Geld". Erinnerungen sind am Ende so viel mehr wert, als es Geld jemals sein kann.
Und noch ein paar spezielle Gedanken zu Schluss. Manche werden sagen, Reisen macht unglücklich, weil Reisen irgendwie auch Konsumzwang sind. Die Influencer, der Nachbar die Werbung scheinen einen förmlich in den super tollen Urlaub und zu den angesagtesten Insta-Hotspots zu zwingen. Und natürlich ist es eine Industrie, bei der es um viel Geld geht. Andere werden sagen, dass unsere Reisen doch nur dadurch möglich sind, weil die Lebenshaltungskosten in vielen Ländern sehr niedrig sind und damit die Frage entsteht, ob diese Menschen unglücklich sind, weil sie nicht annähernd die Möglichkeiten haben zu reisen, wie wir in der westlichen Welt. Wir erkaufen uns quasi unser Glück mit der Ausbeutung von Menschen in Südostasien oder Afrika , die wir nicht einmal gefragt haben, ob das okay für sie ist. Und zu guter Letzt der CO2 Fußabdruck.
Wichtig ist, dass wir uns auch diesen Aspekten des Reisen bewusst sind. Zudem sollten wir unseren Möglichkeiten dankbar sein. Das wichtigste ist jedoch, dass wir den Menschen immer respektvoll und höflich begegnen, da wir Gäste im jeweiligen Land sind und jederzeit so schonend wie möglich mit der Natur umgehen. Reisen soll so hoffentlich noch lange eher das romantische, als das kommerzielle Ereignis sein, für alle Seiten.
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