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Laos

1. Tag: Da Laos auch der Ruf des unverfälschten Reiselandes vorauseilt, wollten wir unbedingt Laos ausführlicher kennenlernen und nicht nur als Ergänzung zu den typischen Südostasienrundreisen "dazubuchen". Wir haben uns eine schöne Laos Rundreise herausgesucht und steigen mit Vorfreude in den Flieger. Die An-und Abreise nach Laos erfolgt aus Europa typischerweise über Thailand, so dass wir nach langer Anreisezeit in Chiang Rai landen. Das wir bei der Anreise schon mit Sorgen an unsere Rückreise denken, hätten wir auch nicht gedacht. Allerdings ist in Bangkok der Wechsel vom Internationalen Terminal zum Terminal für die Inlandsflüge sehr zeitaufwendig. Und dann gibt es noch diese komische MCT. Dazu später mehr. Nachdem wir am Abend in Chiang Rai noch eine kleine Runde in der Stadt drehen, fallen wir mit ein paar Sorgenfalten müde ins Bett.

2. Tag: Nach dem Frühstück beginnt unser Tag mit der Besichtigung des einzigartigen Tempels Wat Rong Khun. Dieser weiße Tempel mit den filigranen Verschnörkelungen sticht unter den anderen buddhistischen Tempeln schon sehr heraus. Wir kannten den Tempel aus einer früheren Thailand Rundreise und sind trotzdem wieder beeindruckt... unbedingt machen. Im Anschluss besuchen wir den Wat Phra Kaew, einer der ältesten, schönsten und bedeutendsten Tempel in der Stadt. Besonders beeindruckend  ist dann der blaue Tempel, Rong Suea Ten. Der in Gold und verschiedenen Blautönen gehaltene Tempel ist ein wahrer Hingucker. Nach dem Mittag bummeln wir auf eigene Faust durch die Stadt. Am Abend geht es dann erstmal auf die typischen Nachtmärkte zum Essen und vor dem Rückweg zum Hotel noch zum bekannten Clocktower. Kurioserweise ist die Lichtshow kaputt, die den Uhrenturm in verschiedenen Farben leuchten lässt. Allerdings hatten wir das am Vortag noch erleben können.

3. Tag: Heute geht es an die thailändisch - laotische Grenze. Nach Erledigung der offiziellen Formalitäten an der Grenze (Visa für Laos erforderlich) und der Einreise nach Laos werden wir in Houeixay erwartet und zum Pier gefahren. Dort gehen wir an Bord unseres einfachen, aber komfortablen Flussschiffes. Wir haben bequeme Liegen und Sitzmöglichkeiten an Bord und nach wir abgelegt haben, können wir stromabwärts den ersten Teil der Mekong-Flussfahrt genießen. Die Fahrt von ca. 6 Stunden führt uns vorbei an unberührten Landschaften und an typischen kleinen Siedlungen. In einem Dorf legen wir an und können hier ein wenig die Beine vertreten sowie einen Eindruck vom typischen dörflichen Leben der Laoten gewinnen. Während der Weiterfahrt bekommen wir in der "landestypischen" Küche an Bord ein tolles Essen zubereitet. Wir erreichen am späten Nachmittag das heutiges Etappenziel Pakbeng (Hinweis: mit Speedbooten ist die Strecke Houeixay - Luang Prabang auch an einem Tag zu schaffen).  Wir sind über unser Slowboat  mit Zwischenstopp in Pakbeng sehr froh. In einer gemütlichen Lodge übernachten wir inmitten einer malerischen Dschungellandschaft am Ufer des Mekong. 

4. Tag: Nach dem Aufstehen heißt es wieder "Leinen los" und wir setzen unsere Bootsfahrt stromabwärts auf dem Mekong fort. Auch heute passieren wir wieder spektakuläre Landschaften und malerische Dörfer. Die Wohnsituation ist für uns Europäer so vollkommen anders, dass man den Unterschied kaum beschreiben kann. In einem kleinen laotischen Dorf wird uns das bei einen Stopp erneut eindrucksvoll deutlich. Zurück auf dem Schiff ist das Leben an Bord herrlich entschleunigend und nach dem Mittagessen aus der Bordküche kommen wir so langsam unserem Ziel näher, den bekannten Pak-Ou-Höhlen. In einer atemberaubenden Steilklippe am Ufer des Mekong sind die Höhlen ein sehr bedeutender buddhistischer Wallfahrtsort in Laos. Seit tausenden von Jahren pilgern Gläubige zu den Höhlen, um hier zu beten und hinterlassen unzählige Buddhafiguren. Am späten Nachmittag erreichen wir dann die charmante alte Königsstadt Luang Prabang, die zu Recht von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Nach dem Einchecken im Hotel bummeln wir zu Fuß durch die Stadt und freuen und schon auf die Essenauswahl an den vielen Marktständen. Im Übrigen hat uns der Nachtmarkt in der Gasse (1. Gasse links hinter Kitsalat Rd.) gegenüber vom großen Nachtmarkt super gefallen.

5. Tag: Um den allmorgendlichen Almosengang der Mönche in Luang Prabang zu erleben, klingelt unser Wecker sehr früh. Der Almosengang in Laos ist eine einzigartige Tradition und spiegelt den buddhistischen Glauben in diesem Land wider. Jeden Morgen gehen die Mönche mit ihren safranfarbenen Gewändern mit Ihren Almosenschalen barfuß durch die Straßen der Stadt, um Ihren Tagesbedarf an Lebensmitteln von den buddhistischen Gläubigen zu sammeln. Das ist sehr eindrucksvoll. Nachdem wir uns mit einem Frühstück gestärkt haben, geht es auf Erkundungstour durch Luang Prabang. Die Stadttour machen wir per Tuk Tuk, das ohne Treibstoff sensationelle 170 km/h schafft (siehe Bild)... ein technisches Wunderwerk. Unser Tuk Tuk Fahrer schafft es auch an unserem ersten Stopp rechtzeitig abzubremsen, dem Nationalmuseum, auch bekannt als der ehemalige Königspalast. In dem eindrucksvollen Gebäude sind einige antike Kunstschätze ausgestellt. Im Anschluss kämpfen wir uns die 328 Stufen auf den Tempelberg Phou Si hinauf. (Tipp: rechtzeitig vor Sonnenuntergang oben sein, sonst wird es mit guten Stehplätzen eng). Dann geht es zu den bedeutendsten Tempeln Wat Xiang Thong, Visoun und Aham.  Hier lohnt es sich Zeit zu verbringen. Den Nachmittag lassen wir uns dann einfach durch Luang Prabang treiben, schauen uns den ein oder anderen Tempel an und nehmen ein paar Erfrischungsgetränke zu uns an der Mekongpromenade (Khem Khong). Am Abend ist natürlich der Besuch des Nachtmarktes Plichtprogramm.

6. Tag Der heutige Tag ist ganz der ländlichen Umgebung um Luang Prabang gewidmet. Wir beginnen mit einer ausgiebigen Wanderung in einem Dorf sowie durch Kirchererbsenplantagen und Reisfeldern und bekommen erneut interessante Einblicke in das ländliche Leben.  Unser Naturprogramm geht mit einem tollen Höhepunkt weiter, den Kuang Si Wasserfällen. Badesachen nicht vergessen. Zum Schluss besuchen wir noch ein Elefantencamp und verfüttern ein paar Leckereien für die Tiere. Da wir hier im Hotel wieder super W-Lan haben, nehmen wir Kontakt mit unserer Reiseagentur auf, um unseren Rückflug umbuchen zu lassen. Nach einigen Überlegungen sind wir nämlich mittlerweile der  Meinung, dass wir mit der ursprünglich gebuchten Verbindung unseren Rückflug verpassen. Zum Schluss dann die Auflösung des Themas.

7. Tag: Heute verabschieden wir uns von Luang Prabang und fahren mit dem Schnellzug Richtung Vang Vieng. Interessant war, dass der Ablauf am Bahnhof ziemlich genau den Abläufen an einem Flughafen entspricht. Erst nach Aufruf dürfen alle Fahrgäste durch die Bahnhofstüren zum Zug. Man darf also nicht an den Gleisen auf den Zug warten. Nach kurzer Fahrzeit erreichen wir dann das kleine Städtchen Vang Vieng, In dem Backpacker-Paradies wartet entspanntes Leben mit einigen Wassersportaktivitäten und anderen Outdoorangeboten. Wir besuchen kurz die Angel Cave und fahren im Anschuss mit gemächlichem Tempo, durch eine schöne Berglandschaft von Laos in die Hauptstadt Vientiane.

8. Tag: Am heutigen Vormittag unternehmen wir eine Besichtigungstour durch Vientiane. Im Zentrum der Stadt erwartet uns Patuxai, der oft als Arc de Triomphe von Laos bezeichnet wird, da er große Ähnlichkeiten mit dem französischen Pendant aufweist. Wir besuchen das Nationalheiligtum, die Pha That Louang Stupa sowie den königlichen Tempel Wat Phra Keo. Außerdem besichtigen wir den ältesten Tempel der Stadt, den Wat Sisaket, der von einer Mauer mit mehr als 2000 Buddha-Bildnissen aus Keramik und Silber umschlossen ist. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und fliegen nach Pakse. Es folgt der Transfer ins Bolaven-Plateau.

9. Tag: Der Tag steht ganz im Zeichen des Bolaven-Plateaus, bekannt für Kaffeeplantagen und malerische Natur. Somit darf ein Besuch einer Kaffeeplantage natürlich nicht fehlen. Wir erfahren mehr über die Bedeutung des Kaffeeanbaus in Laos und wie die laotischen Kaffeebauern gegen die massive Konkurrenz aus dem Nachbarland Vietnam bestehen. Eine kleine Kaffee-Kostprobe darf selbstverständlich nicht fehlen. Im Übrigen trinkt man seinen Kaffee in Laos ganz ortsüblich mit gesüßter Kondensmilch. Das Plateau wird von mehreren Flüssen durchzogen und beherbergt zahlreiche eindrucksvolle Wasserfälle, darunter den Tad Fane-Wasserfall. Definitiv erleben, wie die Wassermassen über sagenhafte 120 m in die Tiefe stürzen. Ganz Mutige können mit der Zipline über den Schlund sausen. Im Anschluss erkunden wir ein wirkliches Highlight in Laos, die faszinierende und imposante Tempelanlage Wat Phou. Es ist ein Meisterwerk klassischer Khmer Architektur und gilt als architektonisches Vorbild für die berühmte Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha. Hier gibt es allerdings deutlich weniger Touristen, so dass wir die fast magische Stimmung dieser Anlage in Ruhe auf uns wirken lassen können. Einfach zutiefst beeindruckend. Der Tag wird perfekt abgerundet mit einem tollen Hotel in Champasak direkt mit Blick auf den Mekong.

10. Tag: Heute geht es von Champasak über Pakse zunächst zu den beeindruckenden Mekongfällen, dem Khone Phapheng Wasserfall. Mit einer Breite von  mehr als 10 km sind es die breitesten Wasserfälle der Erde. und vom Volumen her ist es der größte Wasserfall Südostasiens mit einigen unglaublichen Stromschnellen. Je nach Wasserstand stürzen hier gigantische Wassermassen eines der Mekongarme über Kaskaden in die Tiefe. Der Khone Phapheng Wasserfall liegt ganz in der Südspitze von Laos in einem Gebiet namens Si Phan Don, was wörtlich übersetzt '4.000 Inseln' bedeutet. Diese Bedeutung wird uns noch klarer als wir nach einem kurzen Transfer mit dem Bus in Hat wieder per Boot auf dem Mekong rund 2 Stunden nach Don Khone schippern. Während der Fahrt fächert sich der Mekong nach und nach in ein Binnendelta auf mit unzähligen kleinen Inseln, die auch größtenteils bewohnt sind. Angekommen Don Khone bummeln wir noch ein bisschen über die Insel mit einem Besuch des Khone Pa Soy Wasserfalls. Der Blick in die Stromschnellen durch die Hangbrücke hindurch macht ein mulmiges Gefühl. Beim abendlichen Bier mit Blick auf die untergehende Sonne über den Mekonginseln ist dann auch das Gefühl im Bauch wieder in Ordnung. Zumindest schmeckt das Bier.

11. Tag: Heute gehen es auf Entdeckungstour auf der Insel Don Khone. Zunächst besuchen wir einige koloniale Relikte der französischen Herrschaft in Laos, verstreute koloniale Gebäude, eine alte Eisenbahnbrücke und eine alte Lok sowie die alten Kaianlagen. Ein weiterer Höhepunkt unserer Laos Rundreise sind die unfassbar spektakulären Li Phi-Wasserfälle. Hier hat man mit 12 USD Eintritt (Stand 2025) die Möglichkeit, über Hängebrücken und verschiedene Gehwege direkt über die Fälle zu spazieren. Ein großartiges Erlebnis und ein Traum für Fotografen, Videofilmer und Naturliebhaber... unbedingt erleben. Leider erwischt es mich mit einer heftigen Kopfverletzung an einer der Seilklammern der Hängebrücke. Also bei aller Begeisterung für diesen Ort schön aufpassen. Zurück in unserer Unterkunft schnappen wir uns noch ein paar Fahrräder und radeln über die Nachbarinsel Don Det. 

12. Tag: Wir sind heute echt traurig,  diese besondere Gegend verlassen zu müssen. Die Insellandschaft im Mekongdelta hat uns doch ziemlich fasziniert. Mit dem Boot geht es nach Nakasong, wo unserer Busfahrer bereits wartet. Nach einer langen Fahrt über Pakse heißt es Abschied nehmen von Laos. An der thailändische Grenze kommt ein neuer Reiseleiter zu uns, der uns nach Ubon Ratchathani begleitet. Wir vertreten uns noch am Abend die steifen Beine von der Fahrt und genießen wieder thailändisches Street Food. Von unseren beiden Mitreisenden müssen wir schweren Herzens verabschieden. Gute Nachrichten gibt es von der Reiseagentur: wir haben die finale Bestätigung erhalten, dass unserer Rückflug umgebucht wurde. Leider sind uns Zusatzkosten entstanden.

13. Tag: Normalerweise würde heute die Rückreise anstehen oder eine Badeverlängerung in Thailand. Wir haben und entschieden noch einen  Tag in Ubon zu bleiben und starten nach dem Ausschlafen und einem ausgiebigen Frühstück unsere Stadttour. Wir starten am sehenswerten Wat Maha Wanaram und schlendern im Anschluss zum vollständig hölzernen Tung Sri Muang. Einen wow-Effekt hatten wir am Wat Thai Pha Chau Yai Ong, eine unglaublich opulente und unglaublich schöne Tempelanlage. Weiter geht es zum Wat Liab, zum großartigen Wat Luang und zum Ubon Ratchathani City Pillar Schrein. Zum Abschluss springen wir nochmal ins Taxi für die Fahrt zum beeindruckenden Wat Phra That Non Bua, ein Muss. Auch wenn Ubon Ratchathani nicht so bekannt ist in Thailand, gibt es doch tolle Sehenswürdigkeiten.

14. Tag: Durch die Umbuchung auf den frühen  Flug von Ubon nach Bangkok, fällt dieses mal das Frühstück etwas kürzer aus. Nach der Landung in Bangkok starten wir unsere Stoppuhr, um genau die Zeiten von der Landung bis zum Check-in zu messen. Jetzt kommts: der Flug landet 9:46 Uhr und stoppt auf einer Außenposition, in den Transferbus steigen wir 9:59 Uhr. Obwohl wir eine Buchungsreferenz für alle Flüge (Thai und Qatar Airways) kann das Gepäck nicht durchgecheckt werden, so dass wir um 10:21 Uhr das Gepäck vom Band nehmen. Der Weg zum Qatar Check-in Schalter dauert dann nochmal 15 Minuten und wir stehen um 10:36 Uhr vor dem Schalter. Von der Landung bis zum Check-in Schalter sind also 50 Minuten vergangen. Mit unserer Ursprungsbuchung hätten wir allerdings den Check-in und unfassbare 20 Minuten und damit der Anschlussflug Bangkok - Doha verpasst. Uns jetzt kommt diese dämliche MCT (Minimum Connecting Time). Diese MCT wird vom Flughafenbetreiber festgelegt und muss von Reiseveranstaltern als umsteigefähige Verbindung regulär gebucht werden. Wie man sehen kann ist das praktisch sinnlos. Wir haben daher den Flughafenbetreiber von Bangkok dazu angeschrieben und sind gespannt auf die Antwort. Durch den umgebuchten Zubringerflug von Ubon nach Bangkok hängen wir fast 9 Stunden auf dem Flughafen in Bangkok rum... es gibt besseres, als den Urlaub so zu beenden.

15. Tag: Über den Zwischenstopp in Doha geht es nun wieder zurück nach Hause in der Überzeugung, dass Loas ein großartiges Reiseland ist. Es ist herrlich ursprünglich und einfach mit tollen Menschen, großartiger Kultur einer unfassbar schönen Religion und natürlich super Streetfood und Singha Bier.

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